eCommerce in Asien/China

Chancen und Herausforderungen richtig erkennen

Asien und hier speziell China, ist der am stärksten wachsende Markt für eCommerce weltweit. Alleine 2016 beträgt der eCommerce-Umsatz 340 Milliarden Euro. Bis 2020 soll dieser jährlich um 13% steigen auf ungefähr 545 Milliarden Euro.

Natürlich gilt auch für den chinesischen eCommerce-Markt, dass es keine Strategie gibt, die zu 100% und standardmäßig auf jedes Unternehmen passt. Dennoch, gibt es einige universelle Regeln.

Für ausländische Unternehmen mit geringem Kapital, lohnt sich wohlmöglich der Einstieg über Chinas größte eCommerce-Plattform Tmall. Diese birgt allerdings auch einige Nachteile.

Nur um drei zu nennen:

  • Nur eine legal in China registrierte Firma kann einen Shop dort eröffnen.
  • Design und Marketingaktionen sind nur begrenzt umsetzbar.
  • Und zu dem fordert Tmall sowohl eine Setup-, als auch eine Transaktionsgebühr und gibt strenge Preissetzungsregeln vor.

Des Weiteren muss beachtet werden, dass auch hier, ähnlich wie auf Amazon und ebay die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist.

Eine mögliche Alternative stellt die Einrichtung eines neuen und komplett eigenständigen Shops dar, der auf die designtechnischen Besonderheiten Chinas angepasst werden kann. Darunter fällt z.B., dass das Namensfeld nicht in Vor- und Nachname unterteilt wird, da diese in China zusammen gehören. Zudem kann die Menüführung individuell angepasst werden und lokale Social-Media Netzwerke eingepflegt werden. Die sozialen Medien spielen in Asien eine große Rolle, da dortige Empfehlungen oft als glaubhafter bewertet werden, als klassische Vertriebsansätze. Die wichtigsten Netzwerke sind Weibo, Weixin und Renren. Auch dieser eigenständige Shop sollte in Anbetracht der Ladezeiten in China oder zumindest Asien gehostet werden. Übersteigt die Zugriffszeit einen kritischen Wert, wird der Shop vom potentiellen Kunden weggeklickt. Responsive Design ist für China und Asien obligatorisch.

Auch die Suchmaschinenoptimierung muss für die jeweilige Zielgruppe in China extra angepasst werden. Schlussfolgernd bleibt, dass fundamentale Unterschiede zwischen chinesischen und europäischen Online-Shops bestehen, diese gilt es zu berücksichtigen und eine entsprechende Strategie passend zu den lokalen Gegebenheiten zu entwickeln. Es nutzt nichts, aus Prinzip an den westlichen Standards festzuhalten und eben jene Unterschiede zu ignorieren.

Gerne stehen wir Ihnen zu weiteren Fragen zur Verfügung.